Jordanbad Aktuell
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Das Jordanbad - Von der Wasserheilanstalt zum GesundheitsparkDie Geschichte des JordanbadsDer Name „Jordanbad“ mag mit der Annahme von Kreuzrittern zu tun haben, es gäbe unterirdische Verbindungen von den Quellen des Bades zum Jordan im heiligen Land. Bezüge werden in der Literatur auch zu Johannes dem Täufer hergestellt. Aufgeklärter klingt die Deutung eines Dr. Müller von 1688, wonach Kranke durch die Quellen am Jordanbad geheilt wurden, wie der aussätzige Naaman einst im palästinischen Jordan geheilt wurde. Es ist eine hübsche Marotte der Geschichte, dass der schwedische Reichsoberst, der um 1667 das im Dreißigjährigen Krieg übel zugerichtete Bad wieder restaurierte, auch etwas mit „Jordan“ zutun hatte: er hieß nämlich Reinhold Jordanus, als Namensgeber kam er aber zu spät. 1290 Die Grafen von Aichelberg, erwarben den „Wasacherhof“ (Wasen = Torf) von den Grafen von Essendorf und übergaben es 1298 „zu ihrem Seelenheil“ dem Heilig-Geist-Spital Biberach. 1470 wurde das Jordanbad erstmals erwähnt. Das Jordanbad diente den Kranken des Spitals und auch Fremden als Mineralbad. 1547 In einer Urkunde wird der Wasacherhof erstmals als Jordan genannt. 1575 Einweihung der Kapelle am 23. August zu Ehren des heiligen Franziskus mit großer Beteiligung der Umgebung. Heute steht die denkmalgeschützt Kapelle zwischen Kirche St. Johannes und Betreutem Wohnen. Die Kapelle überstand als einzigstes Gebäude den Dreißigjährigen Krieg. Reinhold Jordanus, ein schwedischer Reichsoberst, restaurierte das übel zugerichtete Bad nach dem Dreißigjährigen Krieg. 1826 Wegen Unwirtschaftlichkeit verkauft das Heilig-Geist-Spital nach 500 Jahren das kleine Bad an den Landwirt Karl Müller, Biberach. 1860 Der Apotheker Karl Renz erwarb das Bad, pflegte Park und Gärten und richtete eine regelmäßige Fahrgelegenheit, den „Zeiselwagen“ ein. 1886 Gründung einer landwirtschaftlichen Winterschule. Kurz darauf zeigte ein Fabrikant Kaufabsichten am Jordanbad. Prälat Dr. Engelbert Hofele aus Ummendorf kaufte daher schnell das gesamte Anwesen für ca. 75.000 Mark mit einer Bürgschaft durch Fürst Franz von Waldburg / Wolfegg. 1888 Generaloberin Mutter M. Rosa Bauer (1833-1904, Generaloberin von 1868-1901) erwarb für die Franziskanerinnen von Reute auf Drängen von Prälat Dr. Engelbert Hofele das Jordanbad zum gleichen Preis. Der Orden führte das Mineralbad weiter. Dr. Johann Nepomuk Stützle (1858-1938) aus Dürnau bei Bad Buchau, wird erster leitender Arzt der „Wasserheilanstalt Jordanbad“ und übernimmt die ärztliche Versorgung in der Anstalt Heggbach. 1889 Wird das Jordanbad erste ärztlich geleitete Kneippsche Kuranstalt. Eröffnet wurde es am 23. April durch die Franziskanerinnen von Reute als „Kneippbad“. Im Sommer wurde ein neues Badehaus errichtet. Pfarrer Kneipp besucht Ende Oktober erstmals das Jordanbad. Ab 1890 1967 Das neues Kurmittelhaus wurde fertig gestellt. Heute beherbergt dies das Wellness-, Therapie-, und Fitnesszentrum, die Kneippausstellung, eine orthopädische Praxis und die Verwaltung des Jordanbads. 1971 Zwei Versuchsbohrungen in „geringer Tiefe“ erbrachten nur Trinkwasser. 1982 fand man in einer Tiefe von 943 – 955 Meter Thermalwasser. In diesem Jahr erfolgte auch die Annerkennung durch das Land Baden-Württemberg als „Kneippkurort“. 1987 Eröffnung der neuen Therme 2000 Das Jordanbad wird in die St. Elisabeth-Stiftung eingestiftet, die zum 01.07.1999 von den Franziskanerinnen von Reute gegründet worden war. 2001 Im Juli wird das Jordanbad geschlossen, um das neue 6-Säulen-Konzept realisieren zu können. 2003 Nach 15. monatiger Um- und Neubauphase wird das Jordanbad mit den Säulen Therme Jordanbad, Parkhotel, PraxisAktiv, Wellness-, Therapie- und Fitnesszentrum, Wohnpark und Sinn-Welt eröffnet. Etwas für die eigene Gesundheit tun - Körper, Geist und Seele in Einklang bringen - die Sinne wiederbeleben und bewusst genießen:
Das ist die Vision der St. Elisabeth-Stiftung für das Jordanbad. |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Dezember 2011 um 09:39 Uhr |





